Journal/Seasonal · 6 Min.
Krokusse pflanzen: Der richtige Zeitpunkt (September–November)
Von Arthur Meade · Gemüsegarten & Saisonales
Krokuszwiebeln kommen von September bis November 7–10 cm tief in die Erde. Zeitpunkt, Abstand, Krokusrasen, Topf und Schutz vor Wühlmäusen.
Kurze Antwort
Frühlingskrokusse pflanzt du im Herbst — von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist. Setze die Knollen mit der Spitze nach oben, 7–10 cm tief und 5–8 cm auseinander, an einen sonnigen Platz mit durchlässigem Boden. Sie blühen von Ende Februar bis März und vermehren sich Jahr für Jahr.
Krokusse sind der günstigste Optimismus, den man kaufen kann. Eine Handvoll Knollen, an einem grauen Herbstnachmittag in die Erde gebracht, wird zur ersten echten Farbe des Jahres — Kelchblüten, die sich durch kalten Boden und manchmal durch Schnee schieben, Wochen bevor sich die Narzissen dazu herablassen. Der ganze Trick ist der Zeitpunkt, und der ist jetzt: Herbst.
Die kurze Antwort: September bis November
Frühlingskrokusse kommen im Herbst in die Erde, wenn die Sommerhitze vorbei ist, aber bevor der Boden durchfriert. In den meisten Gärten heißt das September bis November; der Oktober ist in Mitteleuropa der ideale Monat. Die Knollen brauchen diese kühlen, feuchten Wochen zum Einwurzeln und danach eine echte Kälteperiode — erst der Winterfrost löst die Blüte aus. Im Frühjahr gesteckt passiert schlicht nichts: keine Kälte, keine Blüte.
Eine Ausnahme lohnt sich zu kennen: Herbstblühende Krokusse wie Crocus speciosus oder der Safrankrokus (Crocus sativus) werden schon im Spätsommer gesteckt und blühen wenige Wochen später im selben Herbst.
So pflanzt du sie
- Tiefe: 7–10 cm bei den kleinen Wildarten (Crocus tommasinianus, C. chrysanthus), bis 12 cm bei den dicken holländischen Hybriden. Faustregel: zwei- bis dreimal so tief wie die Knolle hoch ist.
- Abstand: 5–8 cm. Krokusse wirken nur in Menge — pflanze in großzügigen Gruppen ab 20 Stück, niemals in Reih und Glied.
- Ausrichtung: Spitze nach oben, flache Wurzelscheibe nach unten. Wenn du es wirklich nicht erkennst, lege die Knolle seitlich hinein; der Trieb findet seinen Weg.
- Standort: sonnig bis licht schattig, mit gut abziehendem Boden. Staunässe im Winter lässt die Knollen schneller faulen als jeder Schädling.
Krokusrasen anlegen
Der Klassiker im deutschen Garten. Wirf die Knollen handvollweise aus und pflanze sie dort, wo sie liegen bleiben — so entsteht ein natürlicher Teppich. Ein Blumenzwiebelpflanzer oder ein schmaler Handspaten macht die Arbeit kurz. Zwei Regeln entscheiden über den Erfolg: Nimm verwilderungsfreudige Arten wie Crocus tommasinianus oder die holländischen Hybriden, und mähe im Frühjahr erst, wenn das Krokuslaub vergilbt und eingezogen ist — meist etwa sechs Wochen nach der Blüte. Diese Blätter tanken die Knolle für die Blüte im nächsten Jahr auf.
Krokusse im Topf und im Balkonkasten
Hervorragend in flachen Schalen und als oberste Schicht einer Zwiebel-Lasagne über Tulpen und Narzissen. Nimm durchlässiges, sandiges Substrat, pflanze 7–10 cm tief, gieße einmal an und stelle den Topf kühl und regengeschützt über den Winter. Du kannst Krokusse auch antreiben: Halte die bepflanzten Töpfe 8–10 Wochen kalt (aber frostfrei) und dunkel, stelle sie dann in einen kühlen hellen Raum — dann blühen sie Wochen früher.
Eichhörnchen, Wühlmäuse und andere Diebe
Eichhörnchen betrachten frisch gepflanzte Krokusknollen als Buffet. Wenn sie bei dir patrouillieren, lege Kaninchendraht oder ein Metallgitter über die Pflanzfläche (und nimm es ab, bevor die Triebe im Spätwinter erscheinen), pflanze etwas tiefer und tritt die Erde gut an — locker aufgeworfene Erde ist eine Einladung. Wühlmäuse graben sich im Beet gezielt zu den Knollen durch; grober Sand oder Splitt im Pflanzloch hilft, und in stark betroffenen Gärten lohnen Pflanzkörbe aus Draht.
Warnung: Herbstzeitlose ist kein Krokus
Warnung: Was als „Herbstkrokus“ oder „Nackte Jungfer“ verkauft wird, ist oft die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) — eine Doppelgängerin aus einer anderen Familie und hochgiftig für Mensch und Tier. Echte Herbstkrokusse (Crocus speciosus, C. sativus) liefern Safran, Herbstzeitlose nicht — und diese Verwechslung hat in Deutschland immer wieder zu schweren Vergiftungen geführt, gerade weil die Blätter im Frühjahr Bärlauch ähneln. Prüfe vor dem Kauf den botanischen Namen und fotografiere unbekannte Zwiebelfunde lieber einmal zu viel.
Nach der Blüte
Nichts ausputzen, nichts ausgraben. Lass das Laub natürlich einziehen, dann werden die Horste über Brutknöllchen dichter und säen sich sogar selbst aus. Zu dichte Horste, die weniger blühen, kannst du beim Einziehen der Blätter aufnehmen, teilen und sofort wieder einpflanzen.
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Häufige Fragen
Kann ich Krokusse im Frühjahr pflanzen?
Für Blüten im selben Jahr nicht — Frühlingskrokusse brauchen Herbstpflanzung und Winterkälte. Findest du im Frühjahr vergessene Knollen, pflanze sie trotzdem; gesunde Exemplare blühen dann im nächsten Jahr.
Ist es im Dezember zu spät für Krokusse?
Solange der Boden nicht gefroren ist, pflanze sie. Spät ist deutlich besser als nie. Sie blühen im ersten Frühling vielleicht etwas später und kürzer und fangen sich danach.
Wie viele Krokusse pflanzt man zusammen?
Mindestens 15–25 pro Gruppe. Einzelne Krokusse verschwinden optisch, erst der Teppich wirkt — und er wird jedes Jahr größer.
Kommen Krokusse jedes Jahr wieder?
Ja, sie sind winterhart und mehrjährig. Verwilderungsfreudige Sorten breiten sich zu immer größeren Teppichen aus, wenn du das Laub vor dem Mähen einziehen lässt.
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